Rezension: „Asphalt. Ein Fall für Julia Wagner“ – Axel Hollmann

Rezension: „Asphalt. Ein Fall für Julia Wagner“ –Axel Hollmann
Julia Wagner, die früher mal beim LKA gearbeitet hat, schlägt sich nun als Foto-Reporterin durch. Als Frank, ihr Ex-Freund und –Kollege, wieder auftaucht, wird ihr klar, dass das nicht gut gehen kann. Kurz darauf steckt sie mitten im Schlamassel und eine Motorradgang und die Polizei sind ihr auf den Fersen.

Der Anfang des Buches hat mir sehr gut gefallen und man war schnell in der Story drin. Leider konnte mich die Geschichte irgendwann nicht mehr packen. Obwohl es eigentlich viel Action und viel Handlung gab, hat mich das Buch irgendwann eher gelangweilt, als dass ich es spannend fand.

Dazu trägt auch die Hauptfigur Julia Wagner bei. Sie hat vor Jahren ihren Job als Kriminalkommissarin aufgegeben, nur weil sie eine Affäre mit Frank hatte. Stattdessen zieht sie es vor, als Fotojournalistin zu arbeiten und ständig mit der Angst zu leben, auf der Straße zu landen, weil sie irgendwann ihre Miete nicht mehr zahlen kann. Sie trifft fragwürdige Entscheidungen, sodass ich mich wirklich NULL mit ihr identifizieren konnte. Mir war sie nur noch unsympathisch. Obwohl Frank ihr immer wieder was anderes vorgaukelt, nimmt sie ihm ständig ein neues Versprechen ab und vertraut ihm. Auch da musste ich den Kopf drüber schütteln.
Außerdem trennt sie sich am Anfang des Buches von ihrem Freund Jonathan, mit dem sie ein halbes Jahr zusammen war. Jonathan taucht jedoch im gesamten Buch kein einziges Mal erneut auf, nicht mal in Julias Gedanken. Da frage ich mich: Warum wird er dann überhaupt in die Geschichte eingeführt? Wo ist der Sinn?

Was ich positiv nennen muss, ist der Schreibstil. Er ist durchgehend flott und flüssig, sodass man nirgends holprige Sätze o.ä. findet.

Insgesamt konnte mich das Buch nicht überzeugen. Ich vergebe 2 von 5 Punkten.

Kommentare:

  1. Hallo Carina,

    schade, dass dich das Buch nicht überzeugen konnte.

    Ich find es immer schwierig Gefallen an Büchern zu finden, wo man sich so gar nicht mit der Hauptperson anfreunden kann. Umgekehrt gefallen mir aber Bücher wo ich mich wirklich richtig gut in die Hauptperson hineinversetzen kann gleich viel besser, auch wenn der Rest vielleicht sonst nicht soooo gut ist.

    So unsinnige Handlungsstränge oder Personen mag ich ja auch gar nicht. Da verstehe ich deinen Unmut ;)

    Grüße,
    Julia

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hey,

      mir geht es da genauso wie dir. Dass die Hauptperson einem sympathisch ist, ist irgendwie echt schon die halbe Miete.

      Viele Grüße :)

      Löschen